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Verkaufsfalle Verhandlungsspielraum beim Immobilienverkauf

Falsches Taktieren führt zu dramatischen Vermögensverlusten beim Immobilienverkauf

Was viele Immobilienexperten immer schon ahnten, konnte nun in einer empirischen Studie belegt werden: Wer den Immobilienmarkt nicht ausreichend gut kennt, macht Fehler. Fehler, die Geld kosten. So tappen private Immobilienverkäufer beim Marktwert ihrer Immobilie oft im Dunkeln. “Eine Mischung aus Unsicherheit und durch die Medien ausgelösten Immobilien-Goldrausch führt dazu, dass in den Verkaufsanzeigen häufig mehr als ausreichend Verhandlungsspielraum angesetzt wird”, berichtet Immobilienexperte Peter Hegerich, Gründer, Inhaber und Geschäftsführer des renommierten Münchner Maklerunternehmens Hegerich Immobilien GmbH. Zocken wir mal, später runter gehen kann man ja immer noch, so die landläufige Meinung. Doch weit gefehlt: Eine ausführliche Studie der Sparkassen untersuchte jetzt private Immobilienverkäufe nach ursprünglichen Angebotspreis, Dauer der Vermarktung und schließlich erzieltem Verkaufserlös. Das eindeutige Ergebnis: Wer eine Immobilie oberhalb des Marktwertes anbietet muss nicht nur mit einer längeren Vermarktungsdauer rechnen, sondern erzielt am Ende auch noch den geringeren Erlös.

Die Studie zeigt: Wer eine Immobilie mit nur 5 Prozent oberhalb des Marktwertes ansetzt, darf mit einer Vermarktungsdauer von durchschnittlich 63 Tagen rechnen und verkauft fast zum Marktwert. Wird der Verhandlungsspielraum größer angesetzt, verlängert sich der Verkaufszeitraum dramatisch. Schon bei 10 Prozent sind es 281 Tage, bei 20 Prozent Aufschlag sogar 379 Tage. Noch schmerzhafter die Auswirkungen auf den Erlös: Wer mit 10 Prozent Aufschlag startet, landet schließlich 4,5 Prozent unter dem Marktwert, bei 20 Prozent Aufschlag sogar bei minus 15 Prozent. “Längere Wartezeit bis zum Abschluss und weniger Erlös – in Summe bezahlt der private Anbieter falsches Taktieren oder falsche Beratung mit dramatischen Vermögensverlusten”, sagt Peter Hegerich. Bei einem Immobilienwert von 200.000 Euro wird so schnell mal ein Mittelklassewagen verzockt.

“Private Anbieter sollten sich deshalb – bei in den meisten Fällen einer der wichtigsten finanziellen Transaktionen ihres Lebens – einen kompetenten und zuverlässigen Partner an ihre Seite holen”, rät der Immobilienexperte. Oder anders ausgedrückt: Der richtige Immobilienmakler spart Zeit und Geld. Die Betonung liegt hier durchaus auf “der richtige”. Genaues Hinsehen lohnt sich. “Viele Eigentürmer lassen sich blenden. Nicht der Immobilienberater, der den höchsten Erlös verspricht, ist automatisch der Beste. Auf der Suche nach einem geeigneten

Maklerunternehmen sollten Privatanbieter vielmehr Wert auf Referenzen, Markterfahrung und Seriosität legen”, warnt Peter Hegerich.

Hegerich Immobilien ist seit Jahren erfolgreich als Spezialist für die professionelle Vermittlung von Wohnimmobilien mit Tätigkeitsschwerpunkt in München und Region tätig. Weitere Informationen unterhttp://www.hegerich-immobilien.de.

 
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Kappungsgrenze für Mieterhöhung – bayerische Regierung legt weiter vor

Die baye­ri­sche Lan­des­re­gie­rung hat Ende Juli die Sen­kung der Kap­pungs­gren­ze für Miet­erhö­hun­gen für insgesamt 89 wei­te­re baye­ri­sche Städ­te und Ge­mein­den be­schlos­sen. Miet­erhö­hun­gen bis zur orts­üb­li­chen Ver­gleichs­mie­te sind dort der neuen gesetzlichen Regelung entsprechend nur noch um ma­xi­mal 15% in­ner­halb von drei Jah­ren zu­läs­sig. Bis­lang sind es 20%.

Wie die Immobilinzeitung IZ berichtet, hat Bay­ern hatte im Früh­jahr als ers­tes Bun­des­land ent­schie­den, von der neuen ge­setz­li­chen Mög­lich­keit zur Sen­kung der Kap­pungs­gren­ze für Miet­erhö­hun­gen Ge­brauch zu ma­chen. Für die Lan­des­haupt­stadt Mün­chen, die von stei­gen­den Miet­prei­sen be­son­ders be­trof­fen ist, wurde be­reits im April die Kappungsgrenze eingeführt. Ber­lin war rund einen Monat spä­ter nach­ge­zo­gen. In den meis­ten an­de­ren Bun­des­län­dern ist der Aus­wahl­pro­zess noch nicht ab­ge­schlos­sen.

Die bayerische Lan­des­re­gie­rung hat nun in einem zwei­ten Schritt nach Mün­chen in 89 wei­te­ren baye­ri­schen Städ­ten und Ge­mein­den mit Woh­nungs­man­gel die Kappungsgrenze eingeführt. Die Kom­mu­nen waren nach Dring­lich­keits­kri­te­ri­en vom Ver­brau­cher­schutz­mi­nis­te­ri­um und den je­wei­li­gen kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den aus­ge­wählt wor­den.

Zu den Ge­mein­den, in denen die Kap­pungs­gren­ze für Miet­erhö­hun­gen zum 1. Au­gust 2013 von 20% auf 15% ge­senkt wird, ge­hö­ren unter an­de­rem ein Gro­ß­teil der Kom­mu­nen des Land­krei­ses Mün­chen, die Städ­te Bam­berg, In­gol­stadt, Fürth, Nürn­berg, Er­lan­gen, Re­gens­burg, Bad Tölz, Dach­au sowie Ge­mein­den unter an­de­rem aus den Land­krei­sen Ebers­berg, Er­ding, Fürs­ten­feld­bruck, Frei­sing, Lands­berg am Lech und Starn­berg.

Eine vollständige Liste aller Gemeinden finden Sie hier.

 

 
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Ist die Indexmiete für Vermieter die bessere Miete?

Will ein Mieter die Miete nach § 558 BGB erhöhen, so ist er hierbei zum Schutz der Mieter verpflichtet sich an die ortsüblichen Vergleichsmieten zu halten. Zur Ermittlung dieser ortsüblichen Vergleichsmiete steht in vielen Städten ein qualifizierter Mietspiegel zur Verfügung.
Die Mietpreise für Wohnraum in München haben sich in den letzten Jahren und Monaten teilweise drastisch erhöht, so dass die Mieten im aktuell gültigen Münchner Mietspiegel 2011 ca.  30 % unterhalb der tatsächlich bei Neuvermietung zu erzielenden Mieten liegen. So weist zum Beispiel der derzeit geltenden Mietspiegel 2011 für eine 80 m² große Wohnung (Baujahr 1975 in guter Lage) eine durchschnittliche monatliche Nettomiete von 9,82 € pro Quadratmeter aus. Die tatsächliche ortsübliche Miete bei Wiedervermietung liegt aber nach den neuesten Wohnungsmarktbarometer der Stadt München bei 12,77 € pro Quadratmeter. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass eine Vereinbarung einer Miete in dieser Höhe nicht nur üblich sondern auch ohne weiteres zulässig ist, da der Mietspiegel nur bei Mieterhöhungen, nicht aber bei Neuabschluss eines Mietvertrages verbindlich ist.
Vermietet nun der Vermieter diese Wohnung zu dieser derzeit ortsüblichen Miete – ohne eine Indexierung der Miete zu vereinbaren – und will er nach Jahren eine Mieterhöhung geltend machen, so wird er an den dann verbindlichen Mietspiegel scheitern, da nicht zu erwarten ist, dass künftige Mietspiegel eine Erhöhung in einer dem Markt entsprechenden Höhe ausweisen werden.
Mit Vereinbarung einer Indexmiete koppelt sich der Vermieter dagegen vom Mietspiegel ab und kann die Miete gegebenenfalls jährlich entsprechend dem tatsächlich gestiegenen Lebenshaltungskostenindex anpassen.
Ein – theoretisches – Risiko der Indexmiete besteht darin, dass der Verbraucherpreisindex auch fallen kann dies war allerdings den letzten Jahrzehnten noch nie der Fall. Es ist im Gegenteil davon auszugehen, dass der Index zukünftig stärker als in der Vergangenheit ansteigen wird, nachdem in die Berechnung unter anderem auch die aller Erwartung nach in Zukunft kräftig steigenden Energiepreise mit einfließen. Zudem sind, nach Angaben von HAUS + GRUND München, die Gerichte praktisch nie mit Index-Mieterhöhungen befasst, während Streitigkeiten um Mieterhöhungen nach dem Mietspiegel zur Tagesordnung gehören.

 

 
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Immobilien als Kapitalanlage – 5 Tipps für Investoren

Angesichts mangelnder Alternativen an den Kapitalmärkten und um ihr Vermögen vor einer möglichen Inflation zu schützen, beschäftigen sich viele Menschen zurzeit mit dem Kauf einer Wohnung zur Kapitalanlage. Damit die Investition zum erhofften Erfolg wird, gibt es jedoch einige Fehlerquellen zu umschiffen – nicht jede Wohnung ist zur Kapitalanlage geeignet. Zentraler Erfolgsfaktor ist die Vermietbarkeit der Wohnung. „Lage, Zuschnitt und Ausstattung müssen den Anforderungen möglichst vieler potenzieller Mieter entsprechen, sonst steht die jeweilige Wohnung womöglich über einen längeren Zeitraum hinweg leer. Zudem muss die Finanzierung stimmen. Sind die Raten auch bezahlbar, wenn die Wohnung für eine neue Vermietung vorbereitet wird und doch einmal vorübergehend leer steht?

Tipp 1: Richtige Auswahl des Standorts

Bei der Auswahl möglicher  Standorte ist die demographische Entwicklung in der Region von großer  Bedeutung. Die Vermietungschancen steigen, je größer das  Bevölkerungswachstum ist. Ferner ist zu berücksichtigen, dass unterschiedliche Bevölkerungsgruppen auch unterschiedliche  Wohnbedürfnisse haben. Ältere Menschen suchen andere Wohnungen als junge Familien. Man sollte sich also darüber Klarheit verschaffen, ob für die fragliche Wohnung aufgrund der Bevölkerungsstruktur der Region viele oder eher wenige Mieter in Frage kommen. Wichtig ist außerdem die Erreichbarkeit der Wohnung. Sowohl mit dem Auto als auch mit dem öffentlichen Nahverkehr ist eine gute Anbindung an Nahversorgungszentren wünschenswert.

Tipp 2: Wohnung gemeinsam mit Makler oder Sachverständigem besichtigen

Eine Wohnung sollte niemals ohne Besichtigung erworben werden. Bereits die  ersten Eindrücke des Hauses sind erste wichtige Indikatoren für die  Qualität des Objektes. Sichtbare Schäden am Haus ziehen nicht nur Kosten für die Reparatur nach sich, sondern weisen auch auf eine nachlässige  Verwaltung hin. Es ist daher zu empfehlen, die Besichtigung immer  zusammen mit einem Immobilienmakler oder einem Sachverständigen  durchzuführen. Experten erkennen Mängel schneller und können  einschätzen, ob der Kaufpreis neu verhandelt werden sollte oder ob sogar von einem Kauf abzuraten ist.

Tipp 3: Die Investitionskosten im Auge behalten

Die Kosten der  Investition gehören zu den wichtigsten Faktoren beim Wohnungskauf. Vor  dem Kauf sollten Käufer den Angebotspreis mit ähnlichen Objekten  vergleichen, um nicht zu teuer zu kaufen. „Online-Preisspiegel geben hier  einen guten Überblick über Preise. Die zusätzlich zum notariellen  Kaufpreis anfallenden Erwerbsnebenkosten (Grunderwerbsteuer, ggfs. Maklerprovision und Notar- und Grundbuchgebühr) müssen in die Finanzierung ebenso mit  einkalkuliert werden. Bei vermieteten Wohnungen kommt ferner das monatliche Hausgeld einschließlich des Verwalterhonorars und der  Instandhaltungsrücklagen hinzu. Hierbei ist für den Anleger darauf zu  achten, dass nicht alle Nebenkosten auf den Mieter umgelegt werden können. Auch die steuerlichen Aspekte des Kaufs sind zu berücksichtigen.

Tipp 4: Alle relevanten Unterlagen überprüfen

Vor dem Kauf sollte  der Interessent den Grundbuchauszug, bei neuen Wohnungen die  Baubeschreibung, den Grundsteuerbescheid, den Nachweis der  Feuerversicherung, die Hausgeldabrechnung mit Wirtschaftsplan, den Energieausweis, die Wohnflächenberechnung sowie die Teilungserklärung  und die Protokolle der Eigentümerversammlung anfordern und genau  überprüfen. Aus den Protokollen ist auch erkennbar, ob es in der Vergangenheit Streit zwischen den Parteien gegeben hat. Im Gegensatz zum Hauseigentümer ist der Wohnungseigentümer mit seinem Eigentum in jenes der anderen Wohnungseigentümer der jeweiligen Wohnanlage sowie deren Interessen eingebunden. Über Investitionen in das Haus kann der Wohnungseigentümer nicht frei entscheiden, sondern muss sich mit den anderen Eigentümern abstimmen. Käufer einer Immobilie sollten zudem mit ihren Beratern prüfen, ob die Immobilie in einem innerstädtischen Sanierungsgebiet liegt, weil sich daraus Einschränkungen bei der Vermietung und beim Wiederverkauf ergeben können.

Tipp 5: Qualifikation des Hausverwalters überprüfen

Der Verwalter spielt eine wichtige Rolle in einer Wohnanlage. Schließlich betreut er einen erheblichen Anteil des Vermögens ihrer Kunden. Er rechnet die Nebenkosten ab, leitet Eigentümerversammlungen, holt sich Kostenvoranschläge für Reparaturen oder Investitionen ein, kontrolliert Handwerker und schlägt notwendige Renovierungs- und Reparaturarbeiten amHaus vor. Eine Schwierigkeit bei der Auswahl des richtigen Verwalters besteht darin, dass es für den Beruf noch keine Zulassungsordnung gibt. Um sich vor fehlerhaften Leistungen und Vermögensverlusten zu schützen, sollten die Eigentümer verstärkt auf die Qualifikation und den Versicherungsschutz des Verwalters achten. Ein Hausverwalter sollte übereine Grundqualifikation mit Bezug zur Immobilienwirtschaft verfügen. Die klassische Ausbildung ist dabei der Immobilienkaufmann. Eine Vermögensschaden- und eine Vertrauensschadenversicherung sollten vorliegen.

Für Kapitalanleger ist die Vermietbarkeit der Wohnung eine sehr wichtige Eigenschaft. Deshalb sollten Käufer mit ihrem Immobilienmakler oder anderen Experten über die Vermietungssituation im direkten Umfeld sprechen. Wie ist die Nachfrage nach Mietwohnungen? Zu welchem Mietzins wurden die letzten Mietverträge im direkten Umfeld abgeschlossen? Hier kann der Mietspiegel einer Stadt nur begrenzt Auskunft geben, weil dort nur in geringem Maß die neu abgeschlossenen Mieten eingehen. Besser geeignet sind die Aufstellungen über die sogenannten Neuvertragsmieten, die zum Beispiel der Immobilienverband IVD in seinem Preisspiegel bereithält. Hier wird das aktuelle Bild des Vermietungsmarktes wiedergegeben.

Mit den genannten Hinweisen umgehen Käufer die größten Klippen, so dass der Kauf auch langfristig erfolgreich sein kann und auch langfristig Ihre Erwartungen erfüllen wird.

 
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Gute Frage – wofür steht eigentlich KfW?

kfwKfW – 3 Buchstaben in aller Munde – Wer heutzutage eine Immobilie erwerben möchte und sich auf dem Immobilienmarkt umschaut, wird vielerorts mit dem Logo der KfW – Bank konfrontiert. Doch was verbirgt sich hinter diesen 3 Buchstaben?

Die Kreditbank für Wiederaufbau ist eine Anstalt öffentlichen Rechts und wurde mit der Verabschiedung des KfW – Gesetzes 1948 gegründet.

Eine wesentliche Aufgabe der KfW – Bank ist die Bereitstellung von vergünstigten Darlehen für besonders energieeffizienten Wohnraum. So gesehen erhalten Sie als erster Erwerber eines Neubau bzw. Denkmalobjektes, welches den Kriterien der KfW – Bank gerecht wird, eine staatliche Subventionierung.

Die KfW – Bank klassifiziert die jeweilige Energieeffizienz einer Immobilie mit spezifischen KfW – Kennzahlen die wie folgt gegliedert sind: KfW-70, KfW-60, Kfw-55 und KfW-40 nach denen Neubauten bzw. sanierte Denkmäler heute klassifiziert werden. KfW-70-Standard etwa bedeutet, dass ein Haus 70 Prozent der Energie eines vergleichbaren Referenzbaus verbraucht.

Je weniger Energie ein Haus verbraucht, desto niedriger ist die KfW-Standard-Zahl und desto höher fällt die Förderung aus.

Doch wer eine KfW – Förderung möchte der muss auf der anderen Seite auch mit höheren Baukosten rechnen. Es ist also in jeder Hinsicht empfehlenswert sich mit den Mehrkosten des Baus bzw. der Ersparnis durch vergünstigte Zinsen auseinander setzen.

Und in vielen Fällen ist der Zinssatz eines KfW – Darlehen derzeit sogar höher als der eines anderen Geldinstituts für Wohnraum ohne KfW – Förderungen. Diesen Zustand verdanken wir dem niedrigen Leitzins der Europäischen Zentralbank. Er ermöglicht allen Banken günstige Darlehen zu vergeben. Dieses günstige Zinsniveau wird allerdings sicherlich nicht dauerhaft erhalten bleiben.

Weitere Informationen zur KfW-Bank finden Sie hier.

 
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Immobilien liegen seit 2010 deutlich über der Inflationsrate

Seit 2010 liegen die Preissteigerungen bei Immobilienverkäufen bei 4,5% und damit deutlich über der Inflationsrate. Von einer Blase ist trotz der jüngst stark gestiegenen Preise dennoch keine Spur. Zu diesem Schluss kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), das in einer heute veröffentlichten Studie die Entwicklung des Wohnimmobilienmarkts der fünf bevölkerungsreichsten Städte in Deutschland genauer unter die Lupe genommen hat.

Berlin verzeichnete demnach zwischen 2003 bis 2011 mit einem Plus von 38,8% den höchsten Anstieg der Kaufpreise für Eigentumswohnungen auf 2.240 Euro/qm. Die Steigerungsrate von Hamburg (30,8%), München (22,7%) und Frankfurt am Main (13,9%) lag ebenso unter den Werten der Hauptstadt wie die von Köln. Dort stiegen die Preise im Vergleichszeitraum lediglich um 9%. Bundesweit zogen die Preise im Durchschnitt um 10,5%.

Alles in allem sei die Entwicklung des Wohnimmobilienmarkts trotz der rasch gestiegenen Preise gesund. Lediglich Berlin rage etwas heraus, weil hier die Wiederverkaufsrate gestiegen sei und sich die Preise für Wohneigentum und Eigenheime so unterschiedlich entwickelt hätten. Gemessen an den weiteren Indikatoren, wie die Entwicklung von Mietpreisen im Vergleich zu Kaufpreisen, die von den Wissenschaftlern herangezogen werden, wenn es um die Frage geht, ob es eine Preisblase gibt, sei die Entwicklung in Berlin aber “nicht besorgniserregend”.

Quelle: IZ

 
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Grunderwerbsteuer – da waren es nur noch Zwei!

In Deutschland gilt unverändert: Eins ist sicher! Nur ist dies leider nicht unsere Rente sondern sicher ist bei uns nur, dass der Steuerzahler auch weiterhin immer stärker belastet und zur Kasse gebeten wird.
Wie wir im Münchner Immobilienblog schon früher berichtet haben, ist mit der Föderalismusreform von 2006 die Höhe der zuvor einheitlich geregelten Grunderwerbsteuer zur Ländersache geworden. Und die Länder nutzen ihre neu gewonnene Entscheidungskompetenz weiter redlich aus. Und so werden nun zum 01. Januar 2013 bereits 14 Ländern die Grunderwerbsteuer angehoben haben.
Neustes Mitglied in dieser illusteren 14er-Runde ist das Land Hessen, dessen Regierung zu Beginn des Jahres noch jedes Ansinnen auf eine Steuererhöhung weit von sich gewiesen hat. Die Grunderwerbsteuer soll bereits zum 1. Januar 2013 von derzeit 3,5 auf 5 Prozent steigen. Dies entspricht einer bescheidenen Erhöhung von knapp 43% und beschert dem Land Mehreinnahmen von rund 227 Millionen Euro pro Jahr, sagte Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden bei der Vorstellung der Pläne für den Doppelhaushalt 2013/2014.

Grund für die Steuererhöhung sei aber nicht die Schuldenbremse, sondern die Berechnungen im Länderfinanzausgleich, betonte er. Weil die Mehrzahl der  Länder bereits 5 Prozent Grunderwerbsteuer erhebe, habe Hessen bislang mehr in den Finanzausgleich eingezahlt, als es tatsächlich an Steuern erhalte. Das werde nun geändert.

Die verbleibenden letzten zwei Länder, die Immobilienkäufern noch den alten Steuersatz von 3,5% in Rechnung stellen, sind Bayern und Sachsen. Wetten, dass wir bald wieder über dieses Thema berichten werden.

 
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Grundbücher sind die besten Wertpapiere

Der Verkauf von luxuriösen Wohnhäusern und noblen Eigentumswohnungen hat in Deutschland stark angezogen. Dies zeigt eine Analyse des Maklerhauses Dahler. So fanden im vergangenen Jahr in den größten deutschen Städten deutlich mehr Luxusimmobilien ab einem Wert von 750.000 Euro neue Eigentümer.

Insgesamt wurden 1854 Immobilien verkauft – eine Steigerung um 44,5 Prozent zum Vorjahr. Dabei ist der Geldumsatz auf eine Rekordhöhe geklettert – von 1,69 auf 2,35 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Die Untersuchung beruht auf Zahlen der Gutachterausschüsse in Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, Köln, Frankfurt und Stuttgart.

Im Luxus-Segment werden derzeit Eigentumswohnungen bevorzugt. Während die Kauffälle im Jahr zuvor mit 646 Luxus-Eigentumswohnungen und 637 Luxushäusern nahezu gleich zogen, waren 2011 vor allem sehr gut ausgestattete Wohnungen gefragt. So wurden in den genannten Städten insgesamt 1019 Eigentumswohnungen in der Preisklasse ab 750.000 Euro veräußert und damit 373 mehr als ein Jahr zuvor.

“Den starken Zuwachs im Markt für Eigentumswohnungen im Luxussegment konnten wir schon 2010 beobachten und in erster Linie darauf zurückführen, dass Privatanleger und Investoren nach der Finanz- und Wirtschaftskrise bewusst in solide Kapitalanlagen wie Immobilien investiert haben”, erklärte Björn Dahler, Geschäftsführer der Dahler & Company GmbH, die Entwicklung. Dazu hätten aber auch günstige Finanzierungsbedingungen beigetragen.

Südeuropäer kaufen Wohnungen

Vor allem in Berlin zeigt sich eine über Jahre kontinuierlich wachsende Nachfrage nach noblen Eigentumswohnungen. “Von der Wirtschaftskrise angetrieben, investieren wohlhabende Südeuropäer ihr Geld zunehmend in Immobilien. Dank des historisch günstigen Zinsniveaus und den immer noch im Landesvergleich moderaten Preisen sind Eigentumswohnungen in der deutschen Hauptstadt sehr attraktiv für Investoren”, berichtet Makler Dahler.

Kein Wunder, dass Projektentwickler den gehobenen Wohnungsbau forcieren. In Berlin sind nach einer Untersuchung der Analysefirma BulwienGesa aktuell 660.000 mehr Quadratmeter Wohnfläche als 2011 in Vorbereitung und im Bau und das überwiegend im höherpreisigen Segment.

Trotzdem bleibt München vorerst Spitzenreiter hinsichtlich der absoluten Verkaufszahlen von Premium-Wohnungen. Mit 123 zusätzlichen Verkäufen liegt München vor Berlin mit 72 und Hamburg mit 68 weiteren Kauffällen. Ein- und Zweifamilienhäuser waren vor allem in den Rheinmetropolen gefragt.

Mehr Verkäufe im Rheinland

Besonders in Düsseldorf belebte sich der Immobilien-Handel. Vor der Erhöhung der Grunderwerbsteuer seien die Verkäufe in die Höhe geschnellt, berichtet das Maklerhaus. Insgesamt wurden in der Landeshauptstadt 2011 mit 131 hochpreisigen Objekten 106 Ein- oder Zweifamilienhäuser mehr verkauft als im Vorjahr. 16 Objekte davon wurden allein im Spitzensegment von mehr als zwei Millionen Euro veräußert. 2010 fand in dieser Preisklasse nur eine Immobilie einen neuen Besitzer.

In Köln stieg die Anzahl von vermittelten Ein- oder Zweifamilienhäusern von 39 auf 74, obwohl die Preise deutlich höher waren. Maßgeblich dafür sei der Generationenwechsel, heißt es bei Dahler. Ältere Hausbesitzer würden in moderne Eigentumswohnungen ziehen und böten ihre stark an Wert gewonnenen Häuser zum Kauf an. Zudem würden viele Erben Immobilien ihrer Familie veräußern.

Einen starken Absatz hat es in den wichtigsten Großstädten im Preissegment von mehr als zwei Millionen Euro gegeben. Obwohl Wohnungen im Trend vor Ein- oder Zweifamilienhäusern liegen, werden für letztere höhere Summen gezahlt. In diesem Preissegment hat es laut Dahler eine deutliche Zunahme der Nachfrage von 58 Prozent gegeben. Häuser für mehr als zwei Millionen Euro fanden ebenfalls deutlich mehr Käufer.

 

 
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Deutsche setzen auf Immobilien

Die Finanzkrise macht es Sparern nicht einfach. Die Aktienmärkte sind unbeständig wie selten zuvor. Die übermäßige Verschuldung weckt Zweifel an der Finanzkraft selbst großer Staaten wie Italien und Frankreich. Die Schuldenkrise bedroht das weltweite Wachstum, auch die USA stecken tief im Schlamassel. Alle Welt fragt sich, wo das hart erarbeitete Geld noch sicher ist. Zum diesjährigen Weltspartag am Freitag haben es Kleinanleger bei ihren Entscheidungen wahrlich nicht einfach.

“Die Leute haben Angst, was aus der Währung und aus den Staatsschulden wird”, sagt Dietmar Vogelsang, Sachverständiger für Kapitalanlagen. Viele Sparer setzten derzeit auf Termingeld, auch Gold und Immobilien stünden hoch im Kurs. Doch im Falle eines vollständigen Zusammenbruchs hätten die Anleger auch davon nicht viel, sagt der Experte: “Das ist eine Schein-Beruhigung.” Falls im schlimmsten denkbaren Fall das Geld nichts mehr wert wäre, wäre es auch fraglich, ob Anleger mit ihren Goldbarren etwas kaufen könnten und wie sie die Miete für ihre Wohnung eintreiben wollten. Absolute Sicherheit, so viel scheint sicher, gibt es offenbar nirgends.

Das Thema Sparen treibt die Deutschen nicht ohne Grund um. Im vergangenen Jahr verfügten die Bundesbürger über ein kaum vorstellbares Geldvermögen von 4,6 Billionen Euro. Zählt man Häuser und andere Sachwerte dazu, beträgt das gesamte Vermögen, bereinigt um Schulden, sogar 9,9 Billionen Euro, wie der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken errechnet hat. Und das Geld wird immer mehr: Allein im vergangenen Jahr sparten die Deutschen rund 200 Milliarden. Euro.

Die Sparquote, also der Anteil des zurückgelegten Geldes am Einkommen, betrug vergangenes Jahr 11,3 Prozent. Das ist im internationalen Vergleich sehr viel. Für das erste Halbjahr weisen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes darauf hin, dass die Sparquote allenfalls geringfügig sinken könnte. Aller Krisenstimmung zum Trotz sind die Bundesbürger weit davon entfernt, ihr Geld aus Angst vor dem Crash noch schnell zu verjubeln. Deutliche Verschiebungen gibt es aber bei der Art der Geldanlage.

Experten beobachten eine steigende Nachfrage nach Häusern und Wohnungen – zumindest in den Wachstumsregionen. Das Eigenheim steht laut einer aktuellen Studie des Sparkassenverbandes mit Abstand an der Spitze der beliebtesten Bausteine des Vermögens. Dagegen verloren Lebensversicherungen und private Rentenversicherungen drastisch an Vertrauen: Nannten im vergangenen Jahr noch 46 Prozent der Befragten die Lebensversicherung als eine der besten Anlagemöglichkeiten, so waren es dieses Jahr nur noch 28 Prozent.

Dass besonders die Kapitalversicherungen leiden, ist kein Zufall. Die Versicherungsgesellschaften haben große Teile des angelegten Vermögens in Anleihen investiert, vielfach in die von Staaten, die bis vor kurzem noch als sehr sicher galten – etwa Italien oder Spanien. Vielen Anlegern ist allerdings gar nicht bewusst, dass sich ihre private Rentenversicherung auf Staatsanleihen stützt und wähnen sich zumindest an diesem Punkt fälschlicherweise in Sicherheit.

Das Bewusstsein für die eigene Verstrickung in die Schuldenkrise ist gering, “so wie Anleger auch über Investmentfonds an Waffengeschäften und Spekulation auf Nahrungsmittel beteiligt sind, ohne es zu wissen”, sagt Andreas Oehler, Professor für Finanzwirtschaft in Bamberg.

Der Finanzexperte hält aber auch nichts von einer überstürzten Flucht in Immobilien. “Ich würde zu großer Vorsicht raten”, sagt er. Ohne genau zu wissen, ob sie die Immobilie selbst nutzen können und wollen, ohne die steuerlichen Aspekte zu kennen und ohne einen genauen Überblick über den Markt zu haben, sollten Anleger lieber davon Abstand nehmen.

Gegen das Risiko, das Vermögen zu verlieren, helfe nur der alte Ratschlag, das Geld möglichst breit auf verschiedene Anlageklassen und Regionen zu streuen. Die Experten sind sich einig: Keine Form der Geldanlage ist zu 100 Prozent sicher. Wer sein Geld auf verschiedene Töpfe verteilt, fährt noch am sichersten und ist am besten gewappnet für die Krise. Ein Ende der turbulenten Zeiten ist derweil nicht abzusehen. Der Finanz-Sachverständige Vogelsang rät den Sparern dazu, die Zähne zusammenzubeißen: “Man muss schon noch viel aushalten in nächster Zeit.”

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© Peter Hegerich